Interview mit Inka Wallkötter


„Man merkt von Anfang an, dass es der Stadt Bocholt um den Menschen geht"

Im Sommer 2014 ging eine der wenigen Online-Bewerbungen, die Inka Wallkötter neben zahlreichen Papier-Bewerbungen abgeben hat, an die Stadtverwaltung Bocholt. Mittlerweile hat die 21-Jährige ihre Ausbildung zum Bachelor of Law bei der Stadtverwaltung Bocholt abgeschlossen und arbeitet nun als Sachbearbeiterin in der Gebäudewirtschaft Bocholt.

 

Abitur, und dann…? War es für Sie völlig klar, dass Sie danach in der Verwaltung arbeiten wollen?

Mein erster Gedanke war ein Jura-Studium, aber das fand ich dann doch zu lang und zu theoretisch – und mir fehlte das Einkommen (lacht). Also habe ich geschaut, wo ich trotzdem mit Jura zu tun habe, aber auch schon während der Ausbildung Geld verdiene. Das war unter anderem bei der Stadt Bocholt der Fall.

 

Wie war Ihr erster Eindruck von der Stadtverwaltung?

Da ich aus Bocholt komme, hatte ich natürlich schon eine Verbindung zur dortigen Verwaltung, aber das Angebot hat schon herausgestochen. Erst durch die Möglichkeit der Online-Bewerbung, die es sonst fast nirgends gab, aber auch im weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses.

 

Inwiefern?

Man hat von Anfang an gemerkt, dass es ihnen um den Menschen geht. Sie haben gefragt: Wer bist du? Und nicht: Was für Noten hast du? Es gab eine Art Assessmentcenter, aber es war ganz offen gestaltet. Sie wollten damit die Menschen kennenlernen, den Tag mit ihnen verbringen und sie beim Mittagessen genauso wie im Gespräch erleben. Da ist mir klar geworden, wie sehr sich die Stadt Bocholt für ihre Mitarbeiter interessiert. Das fand großartig und habe ich mich auch deshalb für die Ausbildung hier entschieden.

 

Jetzt hat die Stadtverwaltung – auch mit Ihrer Hilfe – das Social-Media-Angebot deutlich ausgebaut. Erreicht man so Ihre Generation besser?

 

Auf jeden Fall. Man darf nur nicht übertreiben und auf allen Kanälen nerven und aufdrängen. Die Stadtverwaltung hat ein gutes Mittelmaß. Es hilft immer, viele Follower bei Instagram zu haben (grinst).

 

Text/Foto: Sabrina Becker