J.W. Ostendorf GmbH & Co. KG


Wer eine Sportstunde mit Kindern leiten kann, hat eine Menge soziale Kompetenz

Immer mehr Unterricht, immer weniger Zeit für Sport. Leider sieht so der Alltag bei vielen Schülern aus. Aber was hat gerade der Farbenhersteller J. W. Ostendorf damit zu tun? Das Coesfelder Unternehmen geht in der Nachwuchsförderung bereits viele neue Wege. Neuerdings werden Auszubildende dort zu Azubi-Übungsleitern qualifiziert und leiten Sportangebote im Rahmen der Ganztagsbetreuung an Schulen –und dabei lernen nicht nur die Schüler eine ganze Menge.

 

Gesundheit und Sport sind ein Schwerpunkt der Personalarbeit

 

Im Unternehmen von Europas modernstem Farbenhersteller arbeiten mehr als 750 Mitarbeiter, 35 davon sind noch in der Ausbildung. „Das Thema Gesundheit und Sport ist bei uns ein wichtiger Schwerpunkt unserer innovativen Personalarbeit“, erläutert die Ausbildungsleiterin Anita Mühlenkamp. Der Betrieb beschäftigt mit Tobias Elis einen hauptamtlichen Gesundheitsmanager und wurde bereits für sein umfassendes und vorbildliches betriebliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet.

 

Aber auch in anderen Bereichen der Personalarbeit und -entwicklung, wie z.B. der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Nachwuchsförderung, hat die J.W. Ostendorf GmbH und Co. KG die Nase vorn. Anita Mühlenkamp sagt: „Die Idee der Azubi-Übungsleiter hat uns direkt überzeugt.“ Das ortsansässige Sportnetzwerk Laurenz Sports ist der Kooperationspartner für das ganz neuartige Konzept „Azubi-Übungsleiter“, das in Zusammenarbeit mit dem Ganztagsangebot an Schulen stattfindet.

 

Auszubildende werden ermutigt, sich zu engagieren

 

Jugendarbeit in den Sportvereinen wird meist ehrenamtlich getragen, und oft stehen für die Sportangebote im Ganztag nicht genügend Übungsleiter zur Verfügung. Wer aber könnte in der Kernzeit des Ganztags Zeit haben? Richtig, die Auszubildenden. Sie werden ermutigt, sich zu engagieren und sich zu sogenannten Azubi-Übungsleitern zu qualifizieren. „Für die Teilnahme an diesem Programm stellen wir unsere Auszubildenden gerne frei“, erläutert Tobias Elis. Eine „Azubine“ hat es bereits erfolgreich absolviert. Jeder neue Auszubildende erhält ebenfalls die Möglichkeit, sich zu beteiligen.

 

Im Rahmen der Übungsleiterausbildung wird weit mehr vermittelt als bloßes Gesundheitswissen. Zusätzlich entwickeln und vertiefen die Teilnehmer ihre sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation und Selbstorganisation. Das dabei erworbene Wissen kommt allen Beteiligten zugute. Die Auszubildenden freuen sich über Abwechslung im Arbeitsalltag, da sie nach erfolgreicher Qualifizierung weiterhin eine Stunde Sport pro Woche im Ganztag, in Kitas oder anderen sozialen Einrichtungen unterrichten dürfen. Neue Erfahrungen und die frühe Übernahme von Verantwortung motivieren zusätzlich.

 

Soft Skills werden auch im Berufsalltag immer wichtiger

 

Im Gegenzug profitiert Ostendorf von den erworbenen Fähigkeiten, da diese sogenannten Soft Skills auch im Berufsalltag zunehmend an Bedeutung gewinnen. Aus Sicht von Anita Mühlenkamp können Azubis und Betrieb nur profitieren, denn: „Wer eine Sportstunde mit 20 Kindern leiten kann, bringt schon eine Menge Organisationsgeschick und soziale Kompetenz mit.“

 

www.jwo.com

 

Text: MOSAIK MANAGEMENT | Foto studio accanto/ Regionale 2016 Agentur/ Andre Dünnebacke