VEDDER GmbH


Dezentraler Zugriff auf neueste Informationen macht die Arbeitsabläufe effizienter

Mehr als die „Ware von der Stange“ – das erwarten Kunden von der VEDDER GmbH. Als eine Art „Hightech-Manufaktur“ bietet das Unternehmen aus Lüdinghausen hochwertigen Innenausbau für Luxusyachten, Privatjets, Residenzen, Villen, Hotels, öffentliche Gebäude oder Verkaufsräume. Auf die gestiegenen Kundenwünsche hat das Unternehmen reagiert und angefangen, ein eigenes Prüflabor für Materialtests und ein Musterarchiv mit Informationen zu verwendeten Lacken, Stoffen oder Holzarten aufzubauen. Auf Arbeitsergebnisse und Informationen können alle Mitarbeiter standortübergreifend digital zugreifen.

 

Individuelle und exklusive Wünsche einfacher erfüllen

 

„Zu unserem Tagesgeschäft gehört es, individuelle und exklusive Wünsche zu erfüllen und auf den Kunden zugeschnittene Lösungen zu entwerfen. Die Masse dieser Lösungen und Informationen stellte sowohl die Mitarbeiter selbst, als auch unsere Infrastruktur vor Herausforderungen. Auch vor dem Hintergrund zweier Standorte in Deutschland und einer Dependance in Barcelona“, erklärt Kirsten Patzelt, Assistent to Management/ Human Resources bei VEDDER. „Dadurch, dass wir Ergebnisse aus dem Prüflabor und das Musterarchiv nun digital für alle Mitarbeiter zur Verfügung stellen, kann jeder Mitarbeiter von überall auf die neusten Ergebnisse zugreifen und diese entsprechend seiner Tätigkeit in seine Arbeit einfließen lassen. So steigern wir langfristig die Qualität und werden Kundenwünschen schneller und besser gerecht.“

 

Den Anstoß hatte eine studentische Bachelorarbeit mit dem Thema „Materialien und Werkzeuge im Yachtausbau“ gegeben: Der Student untersuchte, ob die bisher extern durchgeführten Prüfungen von Materialien in einem eigenen Labor selbst übernommen werden können. Das Ergebnis war positiv. Nach Abschluss wurde er für das Prüflabor fest eingestellt und der Aufbau erfolgte im Jahr 2018. 

 

Eigenes Prüflabor spart Geld und Zeit

 

„Vorteile des eigenen Prüflabors sind zum Beispiel Zeit- und Geldersparnis sowie individuelle Tests und Innovationen, ausgerichtet am Bedarf“, betont Kirsten Patzelt. „Unsere Mitarbeiter testen die hochwertigen Materialien zum Beispiel auf See- und UV-Tauglichkeit oder entwickeln neue Lösungen für Einzelprojekte, wie beispielsweise spezielle Werkzeuge. Anschließend werden die Ergebnisse den Mitarbeitern digital zur Verfügung gestellt. Die Digitalisierung gewährleistet hier bei einer immer höheren Anzahl an Tests und Neuentwicklungen eine zentrale Speicherung und damit eine einfache, standortübergreifende Informationsweitergabe.“

 

Parallel zum Prüflabor arbeitet die VEDDER GmbH am Aufbau einer Musterdatenbank. Kirsten Patzelt: „Hierfür werden Lackmuster, Oberflächenmuster, Farbmuster oder Stoffmuster nach Projektabschluss erfasst und zentral in einer Datenbank gespeichert. Auch werden sämtliche Prüfmuster des Labors erfasst. Mitarbeiter können über Filterfunktionen die gewünschten Muster suchen, ansehen und erhalten bei Bedarf auch den Standort des realen, haptischen Musters – in vielen Fällen noch immer unabdingbar für eine Materialentscheidung.“ 

 

Standortübergreifendes Intranet fördert Kommunikation

 

Die interne Informationsweitergabe wird bei der VEDDER GmbH darüber hinaus auch durch die Einführung eines standortübergreifenden Firmenintranets vorangetrieben, welches Kommunikation, Transparenz und einen einheitlichen Wissenstand ermöglicht. Besonders im Vordergrund steht hier die Einbindung von Mitarbeitern mit Auswärtstätigkeit oder Tätigkeit auf der Produktionsfläche.

 

„Digitalisierung ermöglicht uns in den unterschiedlichsten Fällen eine schnelle und einfache interne Informationsweitergabe“, betont Patzelt. „Natürlich nehmen nicht alle Mitarbeiter die Änderungen gleich schnell an, aber der Wille zu Lernen ist bei uns fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Im Teamwork werden die Kollegen untereinander in die neuen Arbeitsabläufe und Anwendungen eingewiesen.“

 

www.vedder.net

 

Text: Eva Stannigel | Fotos: VEDDER GmbH